Wie bekomme ich den Spieltrieb meines Menschen in den Griff?

Wir wissen alle, dass ein Menschling auch mal spielen muss, damit er nicht verrückt wird. Beliebte Spiele sind bei Mama zum Beispiel Wäsche nass und wieder trocken machen (das macht sie ständig, also muss es super lustig sein), den Boden wischen (dabei will sie ihr Spielzeug auch nicht hergeben und kriegt die Krise, wenn ich versuche, mit zu spielen) oder auf dem Zeichenbrett herumkratzen. Papa spielt gern mit dem Abenteuermobil und dem dünnen Stöckchen, an dem manchmal Fische hängen. Eines der Lieblingsspielzeuge meiner Menschlinge sind ihre kleinen Leuchtklötze, auf denen sie Tag für Tag herumdrücken und -wischen und aus denen auch Töne und Musik kommen können. Als fürsorglicher Hund habe ich immer darauf geachtet, dass sie nie zulange damit spielen und genügend Zeit für wichtige Dinge wie Bauchkrauler oder Bällchenwerfen haben. Jedoch kam es in letzter Zeit dazu, dass die Leuchtklötze sogar mit beim Gassi waren!

Was tun, wenn der Mensch plötzlich sein Spielzeug nicht mehr abgeben will?

Natürlich darf ein solches Verhalten nicht akzeptiert werden, da es sich sonst verfestigt und nur schwer und mit viel Geduld wieder abzutrainieren ist. Der Mensch muss begreifen, wo sein Rang ist und dass er nicht spielen darf, wenn es Bäuche gibt, die gekrault werden müssen und Bälle gibt, die geworfen werden können. Deswegen habe ich hier drei Tipps, die helfen, das Spielzeugproblem in den Griff zu kriegen:

Liebevoll, aber konsequent! Auch wenn es manchmal ziemlich nervig sein kann, lasst eurem Menschen niemals ein solches Verhalten durchgehen. Nehmt ihm sofort das Spielzeug weg und versteckt es in eurer Box oder eurem Körbchen. Bietet ihm eine Alternative an, indem ihr ihm euren Ball oder die Leine bringt. Alternativ funktioniert als Ablenkung draußen auch ein Häufchen zu machen oder durch ein kurzes Bellen zu zeigen, dass es interessantere Dinge gibt...z.B. mich. Niemals solltet ihr aber böse werden, denn der Mensch kann eh nicht verstehen, was wir ihm sagen und begreift, wenn überhaupt, nur unsere Stimmung und ist dementsprechend verunsichert. Besser sind einfache Zeichen wie ein kurzes Anlecken oder Wedeln, die er verstehen kann. 

  • Das Tauschprinzip Fängt der Mensch mitten im Ballspiel an, auf seinem Leuchtklotz herumzuwischen und "Boah, ein Pikachu!" zu rufen, ist er bereits nicht mehr konzentriert. Es empfiehlt sich, hier seine Aufmerksamkeit auf den Ball zurückzulenken und den Leuchtklotz durch einen Ball auszutauschen. Tipp: Je nass gesabberter der Ball, desto schneller fokussiert der Mensch seine Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Ball. Manchmal stößt er dann einen "Bäh, ist das eklig!"-Schrei aus. Das bedeutet, dass er den Tausch anerkannt hat. Drakonische Maßnahmen, wie den Menschen anpinkeln, führen nicht unbedingt zum Erfolg.

 

Am besten schon zeitig mit dem Training anfangen  Oftmals ist es beim Training so, dass die Kommandos, die man gleich zu Beginn geübt hat, später noch am besten sitzen. Das "Lass mich ins Bett!" haben wir gleich sehr zeitig trainiert und haben auch heute damit kaum Probleme. Sachen, die man bereits frühzeitig durchgehen lässt, muss man dagegen immer und immer wieder üben. Auch empfehlenswert ist es, den Menschen immer zu beschäftigen, so dass er nie gelangweilt ist und sich selbst beschäftigen muss.

Durch diese einfachen, aber wirkungsvollen Tricks, sollte sich über längere Anwendung eine Verhaltensänderung des Menschlings zeigen. Prinzipiell sollte man jedoch genau überlegen, welches Verhalten man abtrainieren möchte. Einige ihrer Ticks, wie zum Beispiel Papas Fischstöckchenspiel, haben positive Nebeneffekte (in diesem Fall ist das leckerer Fisch). Auch das neuste Spielzeug, das die Menschlinge Pokémon Go nennen, hat einen positiven Nebeneffekt: Wir entdecken alle zusammen neue Gassistrecken!

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