Die Verehrerin

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Wie ihr ja bereits wisst, habe ich eine eigene Katze. Okay, oookay, sie war eher da als ich und unser Start war nicht leicht. Als wir als kleine Welpen einzogen, war Kyra nicht allzu begeistert. Ihr Gesicht erinnerte ein wenig an Grumpy Cat und um ihrem Unmut Luft zu machen, hat sie der unschuldig schlummernden Lucy einfach eine gewaffelt. Trotz des eher schlechten Starts, freundeten wir uns an. Ich führte sogar ein Ritual ein: das Morgenküsschen! Jeden Tag nach dem ersten Gassi gab ich der grummeligen Katze einen Sabberkuss auf die Nase. So schlimm schien dieser dann nicht gewesen zu sein, denn die Katze wartete sogar auf dem unteren Teil ihres Kratzbaums. 

Je oller, desto doller...

Damals war ich jedoch noch ein unschuldiger kleiner Welpe, der nun, im Alter von einem Jahr und neun Monaten, zu einem stattlichen jungen Rüden herangewachsen ist. Das blieb auch bei Kyra nicht unbemerkt. Eben noch ließ sie sich von mir die Öhrchen putzen, dann bot sie mir auch schon ihre Kehrseite an. Ich war verwirrt. Was sollte das denn werden? Sie reckte ihr Hinterteil zu mir, drehte ihren Schwanz weg und miaute. Das war echt seltsam. Ich meine, sie ist eine Katze. Eine alte Katze. Eine alte, kastrierte Katze. Tante Steph hat gesagt, sowas kann bei einem so gutaussehenden jungen Rüden wie mir eben passieren, aber ich glaube, ich muss die Katze friendzonen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0