Schandtaten, die Zweite

Nun, schon einmal habe ich meine gesammelten Schandtaten berichtet und da sich einige neue angesammelt haben, ist es allerhöchste Zeit für ein Update!


Beginnen wir mit der neusten!


Ein Cheeseburger für den Bud


Vor kurzem ass mein Papa auf der Arbeit ein paar Burger zum Mittagessen und da einer übrig blieb, nahm er ihn mit nachhause. Er legte den Burger auf dem Tisch ab und spielte erstmal mit uns, wie immer, wenn er heimkommt und dann erledigte er zusammen mit Mama irgendwelchen Menschenkram am Computer. Der Cheeseburger lag während dessen unberührt auf dem Tisch und keiner machte Anstalten ihn essen zu wollen. Natürlich nahm ich mir ein Herz und dachte mir, "Ach Bud, in anderen Ländern verhungern Welpen und dieser Burger liegt hier schon mindestens fünf Minuten und vergammelt, warum isst du ihn nicht, bevor er verkommt?" Also habe ich mir den Burger genommen und auf den Boden gelegt. Ohren gespitzt-keine Reaktion. Offensichtlich sind alle einverstanden, dass ich den jetzt esse. Den Burger aus dem Papier ausgepackt- immer noch nix. Nicht mal Lucy wollte etwas abhaben, die saß bei unseren Eltern und half ihnen am Computer. Gut, da lag er nun vor mir, der Burger, saftig, fettig und appetitlich und keiner würde mir beim Verzehr helfen. Der Burger war groß und ich wusste, dass es für mich eine gewaltige Aufgabe sein würde, ihn zu verdrücken, aber ich wäre nicht der fantastische Bud, wenn ich es nicht wenigstens versucht hätte. Also begann ich zu schmausen. Ich war gerade fertig und leckte mir das Schnäuzchen, da kam Mama der Gedanke , was ich wohl alleine in der Stube tun würde? Also kam sie zu mir rüber und fand auf dem Boden ein leeres Burgerpapier- in dem allein und verlassen die zwei Gurkenscheiben lagen, die ich verschmäht hatte. Sie musste so sehr lachen, dass sie nicht mal mit mir schimpfte.






Mama's Stiefelheizung


Weil es nun langsam Winter wird, beginnt meine Mama sich immer mehr einzumummeln. Sie braucht nun wieder Jacken und Handschuhe und solches Zeug, so dass man eeeewig auf sie warten muss, wenn man Gassi will. Da Mama wirklich schnell krank wird, muss sie aufpassen, dass sie nicht zu sehr auskühlt. Und was ist bei ihr das kälteste? Natürlich die Füße! (Nachts wärme ich sie oft, bin ja um ihr Wohl besorgt.) Deswegen hatte sie ein praktisches Ding, mit dem man Stiefel in angenehmer Körpertemperatur halten konnte. Hatte. Dieses Ding bestand aus einer Heizsohle und einem Batteriefach, das mit einem Kabel verbunden war. Lucy hat sich dann gedacht, dass Stiefelheizungen nur für Weicheier sind und nagte kurzerhand das Kabel durch. Schade für Mama, aber sie hat ja noch uns zum Wärmen!




Oh, it's tea time!


Mama war letztens krank und lag nur herum. Fürsorglich, wie mein Papa ist , hatte er ihr Tee gekocht und uns zu ihrer Pflege dagelassen. Natürlich bin ich sehr besorgt darum, dass es ihr auch gut ginge und so fragte ich mich irgendwann, ob dieser Tee denn überhaupt für sie geeignet sei oder am Ende gar nicht schmeckte. Er roch ja ganz gut (es war ein Früchtetee mit Banane) und so begutachtete ich prüfenden Blickes den Inhalt ihrer Tasse. Manche von euch Mithunden ekeln sich nun vielleicht, aber ich kann euch beruhigen: sie hatte nichts ansteckendes. Denn ich senkte meine Nase in ihre Tasse und kostete den Tee. Mama fand das sehr erheiternd und teilte sich daraufhin mit mir den Rest ihres Tees. Ich denke, Tee ist schon eine nette Idee, aber man sollte statt irgendwelchen Pflanzen lieber Schinkenknochen aufbrühen, das wäre delikat.




Der Unterhosenmörder


Menschen haben ja bekanntermaßen kein Fell, was sie ziemlich dämlich aussehen lässt. Darum ziehen sie sich jede Menge Kleidung an und die eignet sich hervorragend als Kauspielzeug. Socken mag ich ganz gerne, aber am besten finde ich Unterhosen. In Papas Unterhosen habe ich schon das ein oder andere Loch gekaut, Mamas Unterhosen kaue ich jedoch gleich in mehrere Teile. Geht ja auch schnell bei dem bisschen Stoff. 

Mama schimpft dann immer, dabei erspare ich ihr doch so viel Arbeit beim Wäsche waschen!



Lucys diebisches Dackelmaul


Nicht nur ich finde , dass Menschenfutter viel besser schmeckt als unser Essen. Auch Lucy findet es sehr verlockend und wollte auch gern mal naschen. Nur ist sie nicht so ein Ninja wie ich. Mama und Papa hatten an diesem Abend Spaghetti und die Hackfleischsoße roch wundervoll. Sie aßen im Computerzimmer und schauten einen Film an, Mama war abgelenkt, die Gelegenheit war günstig. Mama konnte nur noch aus dem Augenwinkel eine Bewegung sehen und ein leises Schmatzen hören, da hatte Lucy schon eine schöne Schnauze voll Nudeln geschnappt. Sie bekam zwar Anschiss, aber sie war glücklich. 

 

 

Der Haufenkünstler

 

Das Häufchenmachen ist für mich nicht nur eine alltägliche Sache, sondern auch ein Sport. Es gilt, den Haufen an schwer erreichbare Stellen zu platzieren. So kletterte ich einen kleinen Hang hinauf, drehte mich ordnungsgemäß dreimal im Kreis und stand dann mit dem Hinterteil nach oben und dem Kopf den Hang abwärts da und legte meine kleinen Pralinen. Jedoch blieben sie nicht liegen, nein, sie rollten zwischen meinen Vorderpfoten hindurch bis zu meiner Mama, die sich kringelte vor Lachen. 

Ein weiteres Ziel von mir sind Zäune. Irgendwann schaffe ich es, durch einen Zaun in ein Grundstück zu kacken, wenn es mir nur gelänge, mein Hinterteil zwischen zwei Zaunslatten zu quetschen. Ihr seht, man brauch nur ein bisschen Kreativität!

Die weiße Nase

 

 

Unlängst vergass Papa seinen Zaziki auf dem Tisch. Ich saß auf der Couch, als sich plötzlich ein riesiges Wurmloch zu einer anderen Galaxie öffnete! Heraus kamen schreckliche Aliens, die ein bisschen aussahen wie Katzen, die sich den Zaziki schnappten und vollständig absorbierten. Nur ein Spritzer flog genau zu mir und blieb an meiner Nase kleben. Die Aliens flohen durch das Wurmloch, dass sich wieder schloss und der leere Zazikibecher blieb vor mir liegen. Mama kam ins Zimmer, sah die weiße Nase und wer bekam den Ärger? Ich! Aber ihr wisst nun, was sich wirklich an diesem Tag zugetragen hat.

 

 

Die Badewannen-Ballerina

 

 

Dass Menschen schon sehr seltsam sind, habe ich  bereits erwähnt. Sie haben viele komische Marotten und eine davon ist das Nassmachen. Sie machen ihre Näpfe gern nass und ihre Kleidung, die sie mangels Fell tragen müssen, den Boden, sie machen auch vor sich selbst nicht halt. Das nennen sie dann "sauber machen" oder "waschen" oder auch "baden", dabei bedeutet es immer dasselbe: Wasser!  Mama saß eines Tages in der Badewanne und ich fragte mich, was machte sie in dem riesigen Ding? Also beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen und mit einem Satz sprang ich auf den Wannenrand. Ich erblickte Wasser und das gefiel mir gar nicht. Es gelang mir, kaum dass meine Pfoten den Rand berührt hatten und ich den Fehler erkannt hatte, eine zirkusreife Drehung zu vollziehen und wieder in Sicherheit zu springen. Gerade noch mal Glück gehabt!