Dackeliges Halloween

Ein schauriges Heulen zu Halloween! 

Ich hoffe, niemand von euch ist von bösen Unholden geholt worden, ich persönlich habe den Großteil der Halloweennacht verschlafen.

Mein Bruder war zu Besuch und wir haben uns schnell müde gespielt, dass wir dann froh über unser weiches Bett waren.

Da es jedoch Brauch ist, sich gruselige Geschichten zu erzählen, werde ich euch das Fürchten lehren!

Der Dackel, der auszog um das Fürchten zu lernen


Es war einmal ein junger Dackelrüde, der war schon immer der tapferste aus seinem ganzen Wurf. Seine Mutter war oft genervt, weil er im Gegensatz zu den anderen Welpen, die ängstlich in der Reichweite ihrer Mutti blieben, weit voraus in die Welt hineinlief und sie erkunden wollte. Er fürchtete sich vor nichts und als ihn seine Geschwister fragten, ob er denn nie Angst habe, dachte er lange nach und kam zum Schluss, dass er gar keine Angst kannte.

 Also ging er zu seiner Mutter und fragte sie: "Wovor fürchtest du dich?" Sie überlegte, dann sagte sie: "Oh, mein Liebes, wenn es ein was gibt, wovor man sich fürchten sollte, dann sind es Katzen! Diese listigen Dinger hauen dir mit ihren Krallen auf die Nase!" 

Der kleine Hund bedankte sich und ging nun 

zum Anführer seines Rudels und fragte: "Wovor fürchtest du dich?" Die große Anführerin musste lange überlegen, dann fiel ihr etwas ein: "Fremde Menschen sind wirklich unheimlich! Man weiß nie, was sie im Schilde führen und sollte sie immer anbellen, genau das habe ich auch all meinen Kindern beigebracht!"

Der tapfere Dackel ging zum größten Hund in seinem Rudel und fragte ihn: "Großer Hund, fürchtest du dich vor etwas?" Der große Hund nickte weise und sprach: "Tierärzte. Vor Tierärzten und ihren Spritzen sollte man sich hüten!" Der kleine Hund bedankte sich und zog sich zurück um nachzudenken.

Eines Tages wurde er von einer Familie adoptiert und in seinem neuen Zuhause traf er einen merkwürdigen Hund. Der schlief auf einem Körbchen, das auf Sisalstämmen aufgehängt war und sah ganz seltsam aus: er hatte spitze Ohren, hatte lange dünne Krallen und machte seltsame Geräusche, wenn er zufrieden war. Der kleine tapfere Hund freundete sich schnell mit dem seltsamen Hund an. "Du bist ein seltsamer Hund.", sagte er zu dem seltsamen Hund. "Bist du bescheuert? Ich bin eine Katze!", sagte der seltsame Hund. Doch der tapfere kleine Hund wusste ja, dass das nicht sein konnte, weil Katzen einen auf die Nase kratzten. Die Tage vergingen, da kamen fremde Menschen zu Besuch, doch der kleine Hund fürchtete sich nicht, denn er mochte alle Menschen! Er war voll Kummer, denn er wusste immer noch nicht, was Furcht ist.

An einem anderen Tag besuchte er einen Tierarzt, aber der Tierarzt war freundlich und streichelte ihn. Er mochte den Tierarzt, doch er wollte doch gern wissen , was nun Furcht ist. Da kam seine Adoptivmama mit dem Staubsauger und da....hatte er auch keine Angst. Ein Bud hat vor nichts Angst!  

Der Dackel in der schläfrigen Schlucht


Es war einmal ein Dackel, der ging oft Gassi in einem kleinen beschaulichen Dorf, in dem viele Legenden erzählt wurden. Eine der vielen Sagen drehte sich um einen kopflosen Hund, der seinen Kopf am Halsband in seinem Maul trug und in der Halloweennacht sein Unwesen im Wald vor dem Dorf triebe. Diese Geschichte wurde ihm in genau dieser Nacht erzählt, als er in einer Kneipe den Abend bei einem Schinkenknochen ausklingen ließ. Dem Dackel war das egal, er war furchtlos. Er hatte außerdem gerade ein Auge auf die Dorfschönheit geworfen, eine Kaninchendackeldame aus gutem Hause. Um sie buhlte bereits ein anderer Rüde, ein großer Labrador, der ihm auch die besagte Legende vorgetragen hatte. 

Es wurde spät und der Dackel hatte Lust, nachhaus in sein Bett zurückzukehren. Auf dem Weg dahin musste er den finsteren Wald durchqueren, als ihm die Geschichte wieder in den Sinn kam. Er schnaubte verächtlich, denn er war kein Weichei. Als er gerade die Mitte des Waldes erreicht hatte, bemerkte er einen anderen Hund, der einen brennenden Kürbiskopf im Maul trug und schnell näher kam. Doch das war dem Dackel egal, wieso sollte er denn auch Angst vor Gemüse haben? Er lief schwanzwedelnd und fröhlich nachhause, wo bereits seine kleine Kaninchendackeldame auf ihn wartete. 

Der Dackel und der Rabe


Einst, um eine Mittnacht graulich, da mit den Zähnchen bearbeitete ich genüsslich  

Voller Appetit über manchem alten Schinkenknochen,

da der Appetit schon kam gekrochen, scholl

auf einmal leis ein Pochen,

gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.

"'s ist die dämliche Katze wohl", murrt' ich, "was da pocht so dämmlich zu mir her -

 das allein - nichts weiter mehr."


Ah, ich kann's genau bestimmen:

 im Dezember war's, dem grimmen,

und der Kohlen matt Verglimmen schuf

ein Geisterlicht so leer.

Brünstig wünscht' ich mir die Morgenstund;

     - dann gabs Frühstück in den Dackelschlund,

auf das mein Bäuchlein selig wär,

auf das mein Bäuchlein selig wär.


Augenblicklich musst ich sabbern,

und so sprach ich unbefangen:

"Gleich, du Flohschleuder von Katze, 

 nimm runter endlich deine Tatze, 

just ein Nickerchen ich machte, und dein

Klopfen klang so sachte,

dass ich kaum davon erwachte, sachte von

 der Türe her -

doch nun tretet ein!" - und damit riß weit auf die Tür ich - leer!

Dunkel dort - nichts weiter mehr.


Tief ins Dunkel schnüffelte ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange,

Träume träumend, wie kein Dackelhirn

sie träumte je vorher;

doch die Stille gab kein Zeichen; nur ein

 Wort ließ hin sie streichen

durch die Nacht, das mich erbleichen ließ:

 das Wort "Frühstück?" so schwer -

selber sprach ich's, und ein Echo murmelte's zurück so schwer: nur "Frühstück!" - nichts weiter mehr.


Da ich nun zurück mich wandte und mein Magen vor Leere brannte,

hört' ich abermals ein Pochen, etwas lauter denn vorher.

"Ah, gewiß", so sprach ich bitter, "liegt's an

 meinem Fenstergitter;

Schaden tat ihm das Anknabbern jüngst - ja,

 so ich's mir erklär', -

schweig denn still, mein Herze, lass mich

nachsehn, dass ich's mir erklär!: -

 's ist der Wind - nichts weiter mehr!"


Auf warf ich das Fenstergatter, als herein

mit viel Geflatter

schritt ein appetitlich riechender Rabe wie aus Sagenzeiten her;

Grüßen lag ihm nicht im Sinne; keinen Blick lang hielt er inne;

mit hochherrschaftlicher Miene flog empor zur Türe er setzt' sich auf die Teckel-Büste überm Türgesims dort -

 er  flog und saß - nichts weiter mehr.


Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein

Verwundern rasch genesen,

ließ mich lächelnd ob der Miene, die es

 macht' so ernst und hehr;

"Ward dir auch keine Rute zur Gabe",

 sprach ich, "so doch stolz Gehabe,

grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer

aus nächtger Sphär' -

sag, welch hohen Namen gab man dir in

 Plutos nächtger Sphär'?"

          Sprach der Rabe "Nimmermehr."


Doch der droben einsam ragte und dies

eine Wort nur sagte,

gleich als schütte seine Seele aus in diesem

 Worte er,

keine Silbe sonst entriss sich seinem düstren Innern, bis ich

seufzte: "Mancher Knochen verließ mich

 früher schon ohne den Verzehr -

morgen wird er mich verlassen, wie mein Knochen  - ohn' Wiederkehr."

Doch da sprach er, "Nimmermehr!"


Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend,

sagt' ich, "Fraglos ist dies alles, was das

     Viecht gelernt bisher:

's war bei einem Herrn in Pflege, den so tief

     des Schicksals Schläge

trafen, daß all seine Wege schloss dies eine

     Wort so schwer -

dass all seiner Hoffnung Lieder als Refrain

 beschloss so schwer

 dies "Nimmer - nimmermehr."

             

Doch an welches Happi ich auch dachte, dieses

     Tier mich hungrig machte,

immer noch, und also rollt' ich stracks mir

     einen Sessel her

und ließ die Gedanken fliehen, reihte wil-

     de Theorien,

Phantasie an Phantasien: wie's wohl zu

     essen wär' -

wie dies fette, schmackhafte Wesen zu fangen und zu fressen wär'

   wenn es krächzte "Nimmermehr."



 Und der Rabe rührt' sich nimmer, sitzt

     zu weit oben, sitzt noch immer

auf der bleichen Teckel-Büste überm Tür-

     sims wie vorher;

und in seinen Augenhöhlen eines Dämons

     Träume schwelen,

und das Licht wirft seinen scheelen Schat-

     ten auf den Estrich schwer;

und es hebt sich aus dem Schatten auf dem

     Estrich dumpf und schwer

          meine Seele - nimmermehr.


Da wurde es mir plötzlich klar,

was des Rabens Grund wohl war,

dass er dort in der Ecke blieb

und was ihn überhaupt zu mir trieb.

"Freund",sprach ich voller Tatendrang

"War es deines Magens Zwang?

Verlorst auch Du dein Abendmahl,

bereitet dir der Hunger Qual?"

Der Rabe und ich zogen hinaus in die Nacht

und haben dort zusammen Happi gemacht.


Die Geschichte ist aus, dort läuft eine Maus

-oh nein, Lucy hat sie gefressen!


-Buddy Allan Poe

In diesem Sinne, ein angenehmes Gruseln!


Euer Buddy.

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